Kindertagesstätte wird Tatsache

3. April 2012 von

Lange wurde spekuliert, nun ist es fix: Ab dem 6. August dieses Jahres hat Münchwilen wieder eine Kindertagesstätte. In der letzten Woche der Sommerferien eröffnet das «Schlumpfäland. Bereits jetzt ist es zu 70 Prozent belegt.

MÜNCHWILEN. Zuerst deutete viel auf den «Bienenstock» von Carmen Siegenthaler hin (wir berichteten), nun wird das «Schlumpfäland» in die Realität umgesetzt. Münchwilen bekommt rund zehn Jahre nach der Schließung der Kindertagesstätte Wirbelwind – damals von «Johnson & Diversey» betrieben – wieder eine Betreuungsstätte für Kinder im Alter zwischen drei Monaten und zwölf Jahren. Das «Schlumpfäland» wird im Zentrum von Münchwilen im Gebäude des Kindergartens «Strumpfi» an der Kreuzung der Frauenfelder- und der Eschlikonerstraße zu liegen kommen. Die Räumlichkeiten umfassen ein Spiel- Ess-, Bastel- und Schlafzimmer, aber auch eine Schüler- und Kinderecke sowie eine Küche und ein Büro. Die Tagesstätte verfügt auch über einen eigenen Garten.

Abgestufte Beiträge

Die Wege werden für die Kinder nicht lang sein, liegen doch der «Strumpfi» im gleichen Gebäude und die Primarschule Oberhofen auf der anderen Straßenseite. «Natürlich werden die Kinder immer über die Straße begleitet», sagt Vereinspräsidentin Monika Schefer. Neben der dreifachen Mutter aus Rickenbach, die diplomierte Kleinkinderzieherin ist, gehören noch zwei weitere Mütter dem Vorstand des Vereins Schlumpfäland der Münchwiler Kindertagesstätte an. Es sind dies Vizepräsidentin Daniela Puggler (diplomierte Masseurin aus Münchwilen) und Treuhänderin Monika Bommer (St. Margarethen).

Angestoßen wurde das Projekt von Kita-Leiterin Marisol Villa (diplomierte Kleinkinderzieherin aus Münchwilen). Es ging in den vergangenen Monaten unter anderem darum, die Bewilligung vom Kanton Thurgau zu erhalten. Beim Bund ist derzeit noch ein Antrag für Subventionen hängig. Selbst bei einer negativen Antwort wäre der Start aber gesichert, soll die Finanzierung doch von den Beiträgen der Eltern erfolgen. Diese erfolgen abgestuft gemäß Bruttoeinkommen der Eltern und bewegt sich pro Kind zwischen 27 Franken für einen halben und 100 Franken für einen ganzen Tag.

Nicht als Konkurrenz

Somit gibt es neben dem bereits bestehenden Mittagstisch, der von der Gemeinde organisiert wird, ab dem Sommer ein weiteres Betreuungsangebot. Als Konkurrenz wollen dies die Verantwortlichen der Kindertagesstätte nicht verstanden haben. «Wir wollen gemeinsam für das Wohl der Kinder sorgen. Zudem können Synergien genutzt werden, da der Mittagstisch ja auch für Schulkinder, die schon älter als 12jährig sind, gedacht ist», sagt Vorstandsmitglied Monika Bommer.

Die Kindertagesstätte scheint ein Bedürfnis zu sein. Noch bevor die Einrichtung in der Öffentlichkeit publik gemacht wurde, sind schon 70 Prozent der täglich zwölf Plätze belegt. Über einen Ausbau des Angebots macht sich Marisol Villa bereits jetzt Gedanken und sie könnte sich vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Gruppe von zwölf Kindern zu eröffnen. Die Räumlichkeiten dazu wären vorhanden.

Vorab gibt es aber bis zur Eröffnung im August noch einiges zu tun . Die Wände der Räume sind zu streichen und diverse weitere Renovationsarbeiten stehen an – damit bei der Eröffnung der Kindertagesstätte neben den Kindern und Eltern auch die Räume strahlen.

Quelle: tagblatt.ch