Schlümpfe statt Bienen

21. Januar 2012 von
kita-schlumpfaeland

In Münchwilen soll es eine Kindertagesstätte geben. Das Projekt Bienenstock wird aber nicht realisiert. Dafür steht Tagesmutter Marisol Villa in den Startlöchern.

MÜNCHWILEN. Carmen Siegenthaler und Monika Meienberger hatten einiges an Arbeit in das Projekt Bienenstock investiert. Ihr Ziel war, im November und Dezember des vergangenen Jahres mittels einer Bedürfnisabklärung herauszufinden, ob in Münchwilen das Bedürfnis für eine Kindertagesstätte mit Stundenbetreuung vorhanden ist. Darum errichteten sie eine Homepage, auf der man seine Meinung äussern konnte. Zudem waren die beiden am Münchwiler Weihnachtsmarkt präsent, um das Projekt der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen (Wiler Zeitung vom 7. Dezember 2011).

Positive Rückmeldungen

Mittlerweile ist die Bedürfnisabklärung abgeschlossen. Carmen Siegenthaler spricht auf Anfrage von «vielen guten Rückmeldungen aus der Bevölkerung». Auch die Schule hätte auf das Vorhaben positiv reagiert. Und trotzdem mussten sie zur Einsicht kommen, dass es keinen Sinn macht, den Bienenstock zu realisieren. Dies liegt am Umstand, dass den beiden Frauen bei der Bedürfnisabklärung zu Ohren gekommen ist, dass parallel noch jemand eine Kindertagesstätte aufgleist – und bereits einen Schritt weiter ist. Die Rede ist von Marisol Villa, einer Tagesmutter aus Münchwilen, die seit eineinhalb Jahren ein Projekt vorbereitet.

Marisol Villa hält sich bedeckt

Deshalb haben Siegenthaler und Meienberger «die Vernunft walten lassen» und verzichten auf die Realisierung ihrer Kindertagesstätte Bienenstock. «Ich bin froh, wenn überhaupt etwas gemacht wird. In einem Dorf wie Münchwilen möchten wir in Harmonie leben, und es macht keinen Sinn, eine Konkurrenzsituation zu schaffen», begründet Carmen Siegenthaler die Entscheidung.

Marisol Villa hält sich auf Anfrage der Wiler Zeitung, was genau hinter ihrem Projekt stecke, bedeckt. Auskunft geben – auch bezüglich dem Standort der Räumlichkeiten – will sie erst, wenn alle Details mit dem Kanton geregelt sind. Dieser muss für eine Kindertagesstätte die Einwilligung geben. Publik ist aber bereits der Name: Schlumpfäland.

Quelle: tagblatt.ch